01.06.15

ESM, TTIP und jetzt die drohende Abschaffung des Bargeldes: Wie können wir uns wehren?


„Die EU will ab 2018 das Bargeld komplett abschaffen":  Das geht aus internen Papieren hervor, die offenbar bereits von Kommissionspräsident Juncker abgesegnet worden sind. Demnach soll das Bargeld in drei Jahren komplett abgeschafft werden. Als Stichtag für das Bargeldverbot sei der 1. Januar 2018 vorgesehen. In der Zeit danach werde es nicht mehr möglich sein, bar zu zahlen. Einzelhandel und Dienstleister würden sich dann strafbar machen, wenn Sie Münzen und Scheine annähmen. Die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten hätten die neue Regelung ausdrücklich begrüßt", so der Wirtschaftsjournalist Michael Mross im Internet-Portal „MMnews“.3  Auch wenn diese Meldung ein Aprilscherz war, weist vieles darauf hin, dass die Abschaffung des Bargeldes durchaus angedacht wird und kommen kann.

Denn renommierte Ökonomen wollen das Bargeld abschaffen. So auch der prominente amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff, der sich dafür ausgesprochen hat, das Bargeld abzuschaffen. „Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um so die Wirtschaft anzukurbeln“, sagte der Harvard-Ökonom.1  Der ehemalige US-Finanzminister und Obama-Berater Larry Summers fordert für Europa die Abschaffung des Bargeldes. Und für den Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) ist dies eine Diskussion wert".2 

Peter Bofinger, einer der 5 Wirtschaftsweisen, hat sich in einem Spiegel-Interview Mitte Mai 2015 für ein Bargeldverbot ausgesprochen. Im Hinblick auf den G7-Gipfel Anfang Juni 2015 fordert er die deutsche Bundesregierung auf, international für die Abschaffung des Bargeldes zu werben. Bargeld sei in Anbetracht der technischen Möglichkeiten nicht mehr zeitgemäß. Außerdem könnten die Notenbanken nach der Abschaffung des Bargeldes ihre Geldpolitik durchsetzen, womit Negativzinsen gemeint sind.4

 „Der österreichischen Volkswirtschaft entstehen dadurch jährlich Kosten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro“, heißt es sinngemäß in ihrer Studie, die von der Bankomatenbetreiberin Payment Services Austria finanziert wurde. In Deutschland berechnete das „Research Center for Financial Studies“ jährliche Mehrkosten von 12,5 Milliarden Euro. Daten- und Konsumentenschützer halten von den Ideen nichts und befürchten die totale Überwachung. Um kriminelle Strukturen aufzudecken, könne man nicht völlig auf den Datenschutz verzichten. Zahlen mit Cash kommt uns außerdem teuer zu stehen, betonen die WU-Professoren Hans Abele und Guido Schäfer.5 

In Frankreich sind ab September Barzahlungen von über 1000 Euro verboten. Den Behörden werden auch Barabhebungen vom eigenen Konto, Goldverkäufe und das Wechseln von Euro in Fremdwährungen gemeldet. Diese oder ähnliche Maßnahmen werden in der ganzen EU bald Platz greifen. In Italien ist schon die 1000-Euro-Verbotsgrenze eingeführt, in Griechenland die 1500, in Schweden kann man überhaupt kaum mehr mit Bargeld bezahlen, in den Bankfilialen werden Münzen und Scheine weder ausgezahlt noch entgegengenommen. In Spanien liegt die Grenze bei 2500 Euro und in Frankreich bei 3000 Euro. Im deutschen Handel werden die Karten-Lesegeräte von derzeit 35.000 auf 300.000 aufgestockt. Dänemark erwägt sogar die Aufhebung des Annahmezwangs von Bargeld.6 Eine Gruppe schwedischer
Bankangestellter will das Bargeld komplett abschaffen.7

 Die Bargeldlose Gesellschaft ist der Willkür der Finanz-Eliten noch effizienter ausgesetzt: Enteignungen sind künftig über Nacht möglich, wenn das Bargeld abgeschafft wird. Jeder EU-"Bürger" muss ein Konto haben, das ist sowieso schon die Praxis. Ohne Erlaubnis der "Eliten" gäbe es kein Geld -  jeder kann noch leichter kontrolliert werden. Mit der völligen Offenlegung unserer Persönlichkeitsstruktur wäre unserer Manipulation keine Grenze gesetzt. Der psychotische Albtraum vom vollständig durchleuchteten, überwachten, gläsernen Menschen würde Realität. Zugriff auf unsere Daten hätten Staaten, Geheimdienste, Konzerne und jene, die mit Informationen über uns und unsere Kaufgewohnheiten Milliarden verdienen. Die Finanzbranche würde bei jedem einzelnen unserer künftigen Einkäufe mit Karte zwingend mitkassieren.Die Abschaffung des Bargeldes ein weiterer Verlust von Freiheit.

Herr und Frau Österreicher stellen sich die berechtigte Frage, ob sie sicher sein können, dass das Bargeld längerfristig nicht doch abgeschafft wird. Auch wenn der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, am 29. Mai 2015 jeglicher Art von Bargeldbezahlungsverboten eine Absage erteilt hat. Ein solches Verbot komme nicht in Frage, sagte er in der Jahrespressekonferenz in Wien.8
Hat doch auch der Ökonom Martin Armstrong behauptet, dass noch vor Monatsende ein ”geheimes Treffen zur Beendigung von Bargeld” in London stattfinden wird, an dem auch Repräsentanten der EZB und der Federal Reserve teilnehmen werden. 

Am sichersten können wir uns gegen Fiskalunion, Bankenunion, Umverteilungs- u. Haftungsunion, TTIP und die Abschaffung des Bargeldes mit dem Austritt aus der EU wehren!



Keine Kommentare: